Der Gasgrill – Test und Meinung aus der Sicht eines Käufers

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Ein echter Mann grillt nur mit Holzkohle – das ist der Spruch, der wohl hauptsächlich dafür sorgt, dass das Grillen auf dem Holzkohlegrill weiterhin die beliebteste Grillmethode hierzulande ist. Gut, dann muss ich gestehen, dass ich, Michael, kein richtiger Mann bin! Natürlich nur, was das Grillen angeht. Unser Holzkohlegrill hatte sich im vergangenen Jahr verabschiedet, und zur neuen Grillsaison stand ich dann jetzt vor der Entscheidung, ob es wieder ein Holzkohlegrill sein soll, oder ob ich mich dieses Mal für einen anderen Grill entscheide. Ganz ehrlich, dieses stundenlange Warten, bis man endlich mit dem Grillen beginnen kann, und der ganze Dreck, den man hinterher wieder entfernen muss – ich hatte eigentlich den Kaffee weg mit dem Holzkohlegrill.

Wieder Holzkohle oder Gasgrill

Interessiert war ich noch an diesen Smokern, aber das ist ja eigentlich nichts für mal eben zum Grillen. Daher bin ich dann beim Gasgrill angelangt. Ich habe mir dann auch einen zugelegt, nicht von den teuersten, aber auch nicht von den billigsten, also praktisch ein Mittelding. Am Anfang war ich ja schon sehr skeptisch, ob das alles so wird, wie ich das haben möchte, aber ich war begeistert, und meine Gäste auch. Natürlich musste ich gute Freunde einladen, die mich bei meinem Test unterstützt haben. Das Ergebnis war eindeutig: Es muss nicht unbedingt Holzkohle sein! Einmal abgesehen von diesem angeblich so typischen Raucharoma, das das Grillgut beim Holzkohlegrill erhalten soll, merkt man keinerlei Unterschied. Abgesehen davon, dieses typische Raucharoma habe ich sowieso nie wahrgenommen.

Vorteile des Gasgrills

Ein Gasgrill verfügt über eine automatische Zündung, damit lassen sie sich sehr einfach und vor allen Dingen schnell entzünden. Kein Grillanzünder mehr, kein Pusten und Luft zufächeln in der Hoffnung, dass die Kohle so schneller durchglüht. Und vor allen Dingen entfällt die Versuchung, doch zu Spiritus oder anderen Brandbeschleunigern zu greifen, damit man schneller mit dem Grillen anfangen kann. Der Gasgrill ist fast sofort einsatzbereit, obwohl ich ihn doch immer ein wenig „vorheizen“ lasse. Da sich der Gasgrill ganz einfach anzünden lässt, und man nicht mit Feuerzeug und ähnlichen Anzündern hantieren muss, gibt es auch nur ein ganz geringes Risiko.

Die Reinigung

Das war immer der Punkt, der mich am Holzkohlegrill am meisten gestört hat. Diese ganze Asche aus dem Grill holen, es staubt wie verrückt, auch wenn man noch so vorsichtig vorgeht. Und dann noch der Rost – eine Schrubberei sondergleichen. Zudem setzt sich über kurz oder lang überall am Grill Asche ab, und das ist auch ein Gesundheitsrisiko. Mein Gasgrill hat sogar eine Reinigungsfunktion, damit wird das Reinigen zu einem absoluten Kinderspiel. So schnell habe ich noch nie einen Grill sauber bekommen. Ein absoluter Pluspunkt!

Hitze ist sehr präzise steuerbar

Es gibt einen guten Grund, warum Profiköche den Gasgrill bevorzugen. Das ist mir auch jetzt erst klar geworden, nachdem ich ihn gründlich ausprobiert habe. Die Hitze ist beim Gasgrill sehr präzise steuerbar. Nicht jedes Fleisch benötigt die gleiche Hitze, und somit ist es möglich, jedes Fleisch exakt nach der Art und Weise zu grillen, wie es sein sollte. Hähnchen sollte langsam bei niedrigeren Temperaturen gegrillt werden, damit es innen auch gar wird, während Steaks ruhig etwas mehr Hitze vertragen, damit sie außen gar und innen noch leicht roh werden, so wie ein Steak sein sollte. Noch ein Pluspunkt: Im Gasgrill kann ich sogar mit Töpfen arbeiten, ich kann einen Braten machen usw. Es gibt sogar ganze Bücher zu dem Thema, was ich mit meinem Gasgrill alles machen kann außer Grillen. Sogar Desserts kann man damit zubereiten, ist echt klasse finde ich.

Gut für die Gesundheit und überall einsetzbar

Grillen auf dem Balkon ist verboten – gut, in vielen Häusern kann ich das verstehen. Der Rauch ist nicht jedermanns Sache. Bei einem Gasgrill entsteht kein Rauch, somit könnte ich den Gasgrill auch auf dem Balkon einsetzen, wenn ich keinen Garten hätte. Zudem besteht nicht die Gefahr, dass Fett in die Glut tropft und sich dann krebserregende Stoffe bilden. Das muss ich natürlich auch nicht haben.

Der typische Holzkohlegeschmack – auch machbar

Für all diejenigen, die glauben, ohne diesen typischen Holzkohlegeschmack nicht leben zu können – auch dafür gibt es eine Lösung, und das sind Wood Chips. Die Dinger sind toll, das sind so Holzflakes, die man in eine Alufolie mit Löchern einwickelt. Man gibt diese Alufolie dann in den Grill hinein, so dass sie in der Hitze ist. Dann werden Aromastoffe abgegeben, die sich an das Fleisch haften. So könnt Ihr auch den größten Holzkohle-Fan von Eurem Gasgrill überzeugen. Wie schon gesagt, ich brauche das nicht, aber für andere ist das anscheinend sehr wichtig.

Fazit:

Für mich war die Entscheidung für einen Gasgrill genau die richtige. Ich würde mir immer wieder einen Gasgrill zulegen und kann ihn nur empfehlen.

Good

  • Schnell heiß und grillbereit
  • kein Risiko
  • gut für die Gesundheit
  • Hitze kann reguliert werden
  • schnell und einfach zu reinigen

Bad

  • Gasflasche ist recht schwer
  • kein typischer Holzkohlegeschmack
  • große Wagen daher schlecht transportabel
  • teurer in der Anschaffung
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1 Comment

  1. Ich hab so ein Teil, und ich bin begeistert. Saubere Sache, gute Ergebnisse, und vor allen Dingen geht es schnell. Diese stundenlange Warterei, bis die blöde Kohle endlich soweit ist, kann ich mir damit sparen. Ich würde das Teil nie wieder gegen den Holzkohlegrill austauschen, da verzichte ich gerne auf diesen sogenannten besonderen Grillgeschmack, den ich sowieso nicht feststellen konnte.

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